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Montag, 5. Januar 2009

...

So nun will ich mal versuchen mein vergangenes Jahr in ein paar wenigen Sätzen für euch zusammenzufassen:
ALSO...

Januar
Das Jahr 2008 begann im wahrsten Sinne des Wortes beschissen. Wir hatten den Novo-Virus im Haus. Am 1.1. lag die Oma flach, dann am 2. Opa, Alex und Emma und am 3. erwischte es mich auch noch. Ich war im 10. Monat schwanger. Bei Alex war es so schlimm, dass wir den Doc holen mussten. Nun ja, da ich mich nicht mit dieser Kotzerei und dem Baby in mir alleine verarzten durfte musste ich ins Krankenhaus. Da blieb ich dann 4 Tage und kotze mir fast die Seele aus dem Leibe. Das Wichtigste war aber, dass es dem Baby gut ging. So wirklich untersucht wurde ich nicht. Wie sich dann Monate später herausstellte, waren es Gallensteine.
Ende Januar war es dann soweit. Das definitiv beste Ereignis des Jahres 2008 purzelte aus mir heraus. MAX war da und alle erleichtert und froh. Schließlich hatte er 9 Tage Verspätung

Februar
Am 4. Februar durfte ich dann mit Max die Klinik verlassen. leider einen Tag später als gewollt aber Max bekam leider Fieben und so blieb ich lieber noch eine Nacht länger. Emma war total stolz ihren Bruder mit nach Hause nehmen zu dürfen. Max hatte ihr extra eine Puppe geschenkt und dank Sabrina hatte diese auch einen richtigen Babysitz. Seiddem gehört "Susi" zur Familie. Die ersten Tage mit Max zu Hause waren nicht wirklich so schön. Ich hatte starke Depressionen und stillte nicht, damit ich Tabletten nehmen konnte. Max hatte starkes Bauchweh und an Schlaf war nicht wirklich zu denken. Aber die anfänglichen Schwierigkeiten legte sich langsam. Emma stürzte am 17. im Wohnzimmer und knallte mit dem Kopf aufs Laminat. Im Krankenhaus wurde sie dann regelrecht gefoltert und als die Diagnose "leichte Gehrinerschütterung" hieß war ich geschockt. Aber wir nahmen Emma mit nach Hause und ich beobachtete sie tagelang jede Minute. Ende des Monats war der 70. Geburtstag meines Opas zu dem wir leider nicht gehen konnten. Denn wieder besuchte uns der Novo-Virus. Alex und Emma lagen wieder flach. Ich hatte alle Hände voll zu tun. Am Ende hatte ich dann so die Sch... voll, dass ich die gesante Wohnung inkl. Treppenhaus, Spielzeug, etc desinfizierte um den Sch.... nicht nochmal zu bekommen.

März
highlight war, dass Max das erste Mal lachte. Ansonsten lief der Monat nur so an uns vorbei. Alex begann mit der Schule zum LkW-Fahrer und Maschinenführer.

April
Da war alles nur der ganz normale Alltag.

Mai
Im Mai machte Max tolle Fortschritte. Er griff nach dem Spielzeug, bekam seinen ersten Brei und drehte sich alleine auf den Bauch. Durchschlafen tut er zu diesem Zeitpunkt auch schon. Emma ist eine liebevolle Schwester und immer dabei, wenn MAx gewindelt wird oder baden muss. Manchmal allerdingst ist sie eifersüchtig und möchte mich nicht teilen.

Juni
Nachdem mich immer noch fast jede Nacht üble Magen-/Bauch-/Rückenschmerzen plagen bekomme ich einen Termin zum Magenspiegeln. Aufgeregt war ich wie verrückt und Angst hatte ich sowieso. Zwei Erkenntnisse nahm ich an diesem Tag mit nach Hause. 1. ich habe Gallensteine und 2. NIE NIE NIE wieder geh ich zum Magenspiegeln ohne Vollnarkose. Nachdem die Diagnose gestellt wurde bekam ich auch sofort einen OP-Termin. Diese verlief gut und ich konnte nach 7 Tagen wieder nach Hause. Max hatte die ganze Woche Urlaub bei meiner Mutter gemacht. Die war dann etwas traurig, dass sie ihn wieder gehen lassen musste.
Max hat inzwischen gelernt, wie man seine Beine fängt. Er ist mittlerweile ein ganz aufgewcktes Kerlchen und weiß shon genau wie er an Aufmerksamkeit kommt. Emmas Wunsch in den Kindergarten zu gehen verstärkt sich immer mehr. Alex Kniebeschwerden lassen nicht nach und er geht zu mehrern Ärzten.

Juli
Passierte eigentlich nicht sehr viel. Alex war mehrere Tage mit dem LkW unterwegs und es blieb die Erkenntniss, das Nachtfahrten nix für ihn sind.

August
Anfang des Monats musste dann Alex zu seiner Knie-OP. Und als er heim kam, war sein erster Satz "Ich will nur noch sterben" sein zweiter Satz "Hol schon mal einen Eimer". Die OP hatte ihn ganz schön mitgenommen und ich sage euch.... Kranke Männer sind das letzte. Ich will ja nicht sagen, dass er keine Schmerzen hatte. Nein aber Männer sind keine guten Patienten.
Emma und Max entwickeln sich langsam zu einem Ganztages-Aufpass-Auseinanderhalt-Programm. Emma will mit ihrem Bruder spielen doch leider hat sie nicht das Feingefühl dazu. Max lernt winke winke und bitte bitte zu machen.

September
Max krabbelt. Er ist flink wie ein Wiesel und ständig weg. Er bekommt seine ersten beiden Zähnchen und beginnt nun an allem zu kauen.
Emma hat Ende des Monats ihren ersten Kindergartentag und es läuft super.
Papa geht endlich wieder arbeiten.

Oktober
Emma hat das erste Mal Erntefrühstück im Kindergarten und sie geht morgens mit Freude aus dem Haus.
Leider ist sie sehr oft krank aber das ist für den Beginn normal.
Max setzt sich alleine hin und siehe da - er kann auch schon stehen. Emma is natürlich anderer Meinung und zieht ihn immer wieder zurück auf den Boden. Mit dem Schlafen hat es unser lieber Sohn auch nicht mehr so richtig. 18 Uhr will er unbedingt ins Bett und ist dann nachts um 1 wieder topfit. Schwere, schlaflose Nächte liegen vor uns aber das wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Papa, Mama und ditz sagt er auch schon.
Papas Arbeit macht ihm richtig Spaß und in mir kommt sie Sehnsucht nach einer Aufgabe. Ich möchte gern arbeiten aber leider nimmt niemand Max und in der Krippe darf er erst mit 1 Jahr.

November
Max läuft an zwei Händen und an den Möbeln schon selbstständig herum. Töpfchen gehen? Nein, nicht mir mir. Er brüllt als wollte man ihm ein Bein rausreißen. Aus einer Trinklerntasse will er auch nicht trinken und nachts durchschlafen gleich recht nicht. Alleine lassen? geht definitiv auch nicht. Da brüllt er lautstark um Hilfe Und bekommt diese auch meist.
Das erste Mal wurde der Oma-Opa-Tag im Kindergarten gefeiert und Emma beobachtete alles nur. Mitmachen wollte sie noch nicht so wirklich.
Leider endete der Monat wieder mit Krankheit. Diesmal hatten wir die Rota-Viren. Opa, Oma, Max und Emma waren schlimm betroffen. Emma lag tagelang nur rum. Sie stand nichtmal auf um zum Klo zu gehen. Sie war total fertig mit sich und der Welt. Max hatte eine ganze Woche Durchfall.

Dezember
Eiegentlich dachten wir, wir hätten alle Krankheiten für 2008 überstanden aber wir hatten uns getäuscht. Max hatte zweimal Mittelohrenzündung und musste behandelt werden.Max hat sich mittlerweile auch mit dem Töpfchen angefreundet und ab und zu passiert es auch mal, dass was drin ist. Emma schläft sehr sehr schlecht und wir wissen nicht warum.
Weihnachten verlief dann eigentlich gesund aber eben stressig, weil wir nur unterwegs waren. Highlight war der 24. als mein Bruder unerwartet heim kam und blieb. So langsam hab ich es geschnallt aber es hat lange gedauert. Den Jahreswechsel verbrachten wir im Bett. Wir waren eh alleine und müde von den vielen schlaflosen Nächten der letzten Wochen.

Resume
Wenn man es so rückblickend sieht scheint es der ganz normale Wahnsinn einer vierköpfigen Familie zu sein. Es gab viel schöne Tage aber auch sehr viele tränenreiche Tage. Wir hatten so manche Probleme aber mit der Erkenntniss, dass, wenn man zusammenhält alles leichter geht haben wir fast all diese Probleme gemeinsam lösen können.

2009
Für das neue Jahr wünsche ich uns vorallem Gesundheit, Glück und Freude mit und an unseren Kindern. Ich möchte mich jeden Tag an ihnen erfreuen, auch dann, wenn sie mir wieder mal den Schlaf oder die Nerven rauben. Dazu nehme ich mir folgendes Zitat zur Hilfe:
Mami, liebe mich, wenn ich es am wenigsten verdient habe denn dann brauche ich es am meisten!

Ich hoffe wir können dieses Jahr viele ungeklärte Dinge aus dem Weg räumen und ich kann Anfang 2010 einen guten und erfreulichen Rückblick 2009 schreiben. Ich möchte gern gesünder leben und vorallem mehr an mich und meine Familie denken. Ich möchte mich nicht mehr ausnutzen lassen und vorallem möchte ich weder, dass Depressionen noch irgendwelche schlimmen Erinnerungen mein Leben zerstören. Das ist mein oberstes Ziel und es wird nächste Woche in Angriff genommen.

Sollte ich irgendetwas vergessen haben, was unbedingt erwähnt werden sollte, dann schreibt es einfach dazu.

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