Freitag, 12. Juni 2009

Die Hochzeit

Der schönste Tag in meinem Leben!

Der Morgen verlief noch recht unspektakulär. Frühstücken, Kiddis anziehen – eben wie jeder Tag. Danach ging es für mich zum Frisör. Haare eindrehen und warten. Warten??? Das ist definitiv nix für die Nancy. ;-)
Dreiviertel 12 sollte ich von Cousinchen/Weddingplaner abgeholt werden. Und kurz vor halb saß ich immer noch mit Lockenwickler vorm Spiegel. Die Nervosität kam langsam aber ganz sicher. Die Zeit reichte dennoch aus und pünktlich war meine Hochsteckfrisur fertig. Für meine Begriffe sah ich schön aus. Aber das liegt ja im Sinne des Betrachters. ;-) Schnell heimgedüst und ins Brautkleid geschlüpft. Ise (Cousinchen) und Juana (angehende Schwägerin von Cousinchen) halfen mir ins Kleid. Zupften an mir rum und schlossen gefühlte 300 Knöpfchen. Für mich ein sehr ungewohntes Gefühl so bemuttert und umsorgt zu werden. Ja, eigentlich sollte ich noch was essen aber mehr als paar Erdbeeren gingen nicht mehr rein. Ich war zu aufgeregt. Schnell noch schminken und dann stand Alex schon da. Bis dahin hatte ich ihn ja nicht gesehen. Wir durften uns nicht sehen und haben uns deshalb getrennt angezogen.
Alex kam standesgemäß mit Feuerwehrauto. Es war zwar nicht unsere aber so war es super. Die Überraschung war gelungen. Meine Oma hatte das Auto noch geputzt, so daß man hätte darin essen können. Geschmückt war es auch und mein Onkel (Fahrer) kam in Uniform. Wunderschön! Es ging zur Kirche wo die gesamte Gesellschaft wartete. Die ersten Tränen waren auch schon zu sehen! Der Gang in die Kirche war super. Die Kinder streuten ihr Blümchen ordentlich. Sie liefen zwar nicht nebeneinander aber so war es wenigstens nicht so steif. Die Predigt begann und zwischendurch spielten die Posauner (alles in der Familie vertreten). Da mußt ich mir dann die ersten Tränen verkneifen. Das klang so schön. Richtiges Gänsehautfeeling. Max wurde getauft und er freute sich. Ich denke, er dachte „bade bade“ 
Wie lange die Trauung/Taufe ging wußte ich leider nicht.
Nach der Kirche fuhren wir ins Hotel – natürlich mit Feuerwehrauto. Da mußten wir erstmal Brot brechen und Baumstamm sägen. Kein Problem für uns. Die Geschenke nahmen wir natürlich auch gleich entgegen. Nicht, dass sie wieder mit heim genommen werden müßten. Danach war Kaffee angesagt. Bei der Tischrede war es so vereinbart, dass Alex anfing und ich weiter machte. Alex sagte also seinen Text und dann war ich an der Reihe und mußte erstmal weinen. Es war alles so schön und toll und überhaupt.... Unter Tränen bedankte ich mich dann noch für Geschenke und Hilfe.
Die Hochzeitstorte mußten wir gemeinsam anschneiden. Dabei sagt ein altes Sprichwort, dass derjenige, welcher die Hand oben hat auch in der Ehe das sagen hat. Und ich wußte das natürlich vorher schon. *gg*
Nach dem Kaffee kam mein Bruder dann mit seinem Geschenk. (oder war es vorher?) Egal. Jedenfalls hat er uns vier Kaltofens malen lassen. Hab ich geheult sag ich euch... Das Bild war so schön – ist es auch jetzt noch. Ich wollt immer ein Bild aufhängen aber es ist nie geworden. Jetzt wollten wir zur Hochzeit Fotos machen und die dann aufhängen. Brauchen wir nun auch nicht mehr. ;-)
Nach dem Kaffee war Fotozeit. Ich weiß nicht wie lange aber es kam mir ewig vor. Gefühlte 1 Million Bilder haben wir gemacht. *gg* Und nicht, wie alle draußen. Nein im Wellnessbereich und in der Hochzeitssuite. Es regnete ja und da mußten wir uns was anderes überlegen. Aber so ist es mal was anderes.
Aus der Hochzeitszeitung wurde natürlich auch vorgelesen. Das Abendessen rückte näher und verging auch schnell wieder. Das Essen war natürlich oberlecker. Und ALLE! Meine Verwandtschaft hatte sich noch Gedanken gemacht, wie Alex und ich uns vermutlich kennengelernt haben. Darüber haben sie einen lustigen Film gedreht. Ich hab Tränen gelacht. Das haben sie total super gemacht. Ungeahnte Talente kamen da ans Tageslicht. *gg*
Ein Feuerwehrgedicht wurde noch vorgetragen und gespielt. Die Zeit verging wie im Flug. Ich weiß nicht genau wie spät es war aber ich vermute, dass es so gegen 23 Uhr war als wir alle nach draußen gehen sollten. Ein Feuerwerk.... Extra für uns. Wieder weinte ich vor Freude. Das war so klasse gemacht. Nicht so ein Sylvesterfeuerwerk. Nein, ein richtig geiles. Ich kann das gar nicht in Worte fassen.....
Kurz vor Mitternacht wurde dann der Brautstrauß geworfen. Erst an die Decke.... *gg* und dann in die Hände von Elena (Fotograf und Freundin meines Cousins). Sie war happy aber ich glaub ihr Freund nicht ;-)
Mitternacht war dann die obligatorische Schleierabnahme und ab da an rannte ich mit einem Häubchen wie Oma rum. Aber das gehört dazu und ist dafür gedacht, dass das Brautpaar dann ohne Tschüß verschwinden kann – wenn es denn will. Wir blieben aber bis zum Schluß. Es wurde noch getanzt, gelacht, geredet, gefreut,... Bis dann so gegen halb 3 alle weg waren.
Wir bedankten uns noch bei meinen Eltern und gingen dann ebenfalls ins Bett. Sind gleich im Hotel geblieben. Ich mußt erstmal baden. Das Kleid klebte an mir. Naja, den Rest der Hochzeitsnacht erzähl ich nicht ;-)
Den nächsten Tag frühstückten wir noch gemütlich, schafften Geschenke und Kuchen aus dem Hotel heim und wollten zum Mittag mit den Kindern nach Hause fahren. Meine Schwester meinte allerdings, dass es besser wäre ohne Kinder nach Hause zu fahren. Okay....
Zu Hause angekommen mußten wir unsere Treppe von Absperrband und Wasserbecher befreien, den Schlüssel fürs Bad suchen. Im Bad die Badewanne und das WC von Frischhaltefolie, Konfetti und Luftschlangen befreien und den Schlüssel für die Küche suchen. In der Küche sollten geschätzten 500 Luftballons zerstochen, Konfetti und Luftschlange beseitigt werden und der Schlüssel fürs Wohnzimmer gesucht werden. Im Wohnzimmer war dann noch ne Überraschung. Auf dem Tisch standen Gläser, Schnaps, Saft, Crushed-Ice-Maker, Shaker usw für ne tolle Party. War das ne tolle Überraschung. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Da müssen wir mal ne Party veranstalten.
Ja, das war es nun.
Der schönste Tag in meinem Leben war so schnell rum und ich habe manchmal das Gefühl irgendwas nicht richtig genossen zu haben. Wenn ich darüber nachdenke wie schön dieser Tag war kommen mir die Tränen.
Ich danke allen, die diesen Tag so wunderschön gestalten haben aufs allerherzlichste. Ich weiß nicht, wie man die Gefühle an so einem Tag in Worte fassen soll. Alleine deswegen würde ich jedes Jahr heiraten.

Die Kinder waren übrigens super lieb. Alles hat geklappt bis auf das Scheißwetter! Die Familien wurden bunt gemischt und ich denke sie haben sich verstanden.

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